Alles began, als Petter eine Gitarre zu Weihnachten bekam.
Die Meisten seiner Freunde waren in Bands und irgendwie ärgerte
es ihn, dass er kein Instrument spielen konnte. Zwei Monate
später hatte er schon seine ersten Lieder geschrieben und
sein Freund Pal lud ihn ein, sie auf seinem Vierspuraufnahmegerät
aufzunehmen. Aus dieser Aufnahme wurde schnell ein wöchentliches
Ritual, und so nahmen sie jeden Montag neue Lieder von zweifelhafter
Qualität auf. Manchmal machte Pal sogar seine berühmte Lasagne,
und wenn Petter dann nach einem solchen Aufnahme- Abend nach
Hause kam, brauchte er mehrere Tage nichts mehr essen.
Der erste Liveauftritt war akustischer Natur, er fand im
Rahmen der Geburtstagsfeier des älteren Bruders eines
Freundes statt. Mads, bekannt als der lautester Schlagzeuger
in ganz Hordaland, stieß mit Tambourine- und Pappkistenspiel
dazu. Pal spielte Keyboard. Das aus etwa 25 Leuten bestehende
Publikum was unheimlich still, applaudierte aber höflich.
Auch der berüchtigte Father Police spielte auf dieser
Geburtstagsfeier. Die zweite Show fand im Hulen statt, einer
350 Personen fassenden Konzerthalle in Bergen. Ungefähr
50 Leute hatten das Glück und Spass daran, Petter, Pal
(an der zweiten Gitarre) und Mads (am Schlagzeug) fünf
Lieder spielen zu sehen. Nach nur einer Probe muss das Ganze
ziemlich verrückt geklungen haben. Mads kannte die Lieder
überhaupt nicht, und Petter war extrem betrunken.
Silje began in der Band als Cellospielerin, aber nachdem
das Cello während eines Gewitters auf mysteriöse
Art und Weise verschwand, musste sie stattdessen ans Keyboard
wechseln. Es macht ihr keinen Spass, live aufzutreten, also
sagten wir ihr, dass sie ihren Computer mit auf die Bühne
bringen kann, damit sie während den Auftritten an ihren
Designprojekten arbeiten oder Computerspiele spielen kann.
Gro fand nach einem spätnächtlichen Drinkgelade
zur Band, sie behauptete damals, Horn spielen zu können.
Zu unserer Überraschung konnte sie es tatsächlich.
Und sie kann sich bewegen wie sonst keiner in der Band. Wenn
sie gerade nicht bei Professor Pez spielt, macht sie komische
Experimente mit Gehirnen. Außerdem ist sie eine von
Hordalands (unsere norwegische Heimat) beste Armdrückerin.
Glücklicherweise hat sich der außergewöhnlich
talentierte Sgt. Petter (der echt talentiert ist) bereit erklärt,
uns ab und zu zu helfen. Dann spielt er Keyboard, Piano und
vielleicht sogar etwas Gitarre. Er spielt auf fast jedem Lied
der neuen Professor Pez Platte, also kennt er die Lieder hoffentlich.
Zusätzlich dazu hat auch Ingeborg mit ihrer sehr sinnlichen
Stimme zum Album beigetragen. Sie wurde eigentlich als Tänzerin
eingestellt, aber wegen Lampenfieber wollte sie nur bei den
Aufnahmen singen. Sie lebt ein ruhiges Leben in einem schönen
blauen Haus und pflückt gern Blumen.
Unsere Alben wurden meist zu Hause aufgenommen. Alle oben
genannten Personen haben ihre Nachbarn gehörig damit
erschreckt, dass Aufnahmen für sehr laute Indiepopmusik
in ihrem Heim stattfanden. Von Gro mal ganz abgesehen, der
in einem sehr gefährlichen Sadtteil wohnt, wo sich keiner
der anderen je hintrauen würde.
Pressefotos: